Jugend braucht eine Stimme und diese Stimme soll nicht nur gehört, sondern in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Politische Entscheidungen betreffen junge Menschen oft besonders lange und trotzdem werden ihre Perspektiven in politischen Debatten noch immer zu selten direkt einbezogen. Das wollen wir ändern. Deshalb haben wir als Grüne Bundestagsfraktion einen Jugendbeirat eingerichtet. Er soll junge Perspektiven in unsere parlamentarische Arbeit einbringen.
Denn Politik über junge Menschen sollte nicht nur für junge Menschen gemacht werden, sondern gemeinsam mit ihnen.

Junge Perspektiven direkt in die parlamentarische Arbeit
Der Jugendbeirat ist ein beratendes Gremium unserer Fraktion. Die Mitglieder bringen Erfahrungen, Anliegen und Perspektiven in unsere politische Arbeit ein und geben Impulse für aktuelle politische Fragen.
Der Beirat besteht aus 23 jungen Menschen unter 27 Jahren, die von unterschiedlichen Jugendverbänden benannt wurden. Vertreten sind unter anderem der deutsche Bundesjugendring, die BUNDjugend, die Deutsche Landjugend, die Deutsche Sportjugend, die DGB-Jugend, die Grüne Jugend, die Bundesschüler*innenkonferenz und Jugendverbände der Religionsgemeinschaften. Insgesamt wurden 30 Verbände und Interessenvertretungen angefragt.
Damit kommen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammen. Auch von jungen Menschen, die der Grünen Partei nicht unmittelbar nahestehen. Genau diese Vielfalt ist wichtig: Der Jugendbeirat soll uns nicht einfach bestätigen, sondern uns kritisch begegnen und neue Perspektiven eröffnen.

Bei der ersten Sitzung des Jugendbeirats am 23. September 2026 stand ein Thema im Mittelpunkt, das junge Menschen unmittelbar betrifft: „Wehrdienst und andere Dienstformen“. Junge Menschen sind von Entscheidungen über Wehrdienst und mögliche Dienstpflichten unmittelbar betroffen. Gleichzeitig wurde in der öffentlichen Debatte immer wieder zurecht kritisiert, dass ihre Perspektiven nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

In der Sitzung haben die Mitglieder zusammen mit Abgeordneten Fragen rund um Wehrdienst, Freiwilligendienste und weitere Formen gesellschaftlichen Engagements diskutiert. Für mich war diese Diskussion sehr bereichernd.
Beteiligung darf kein einmaliges Gespräch sein
Für uns bedeutet Jugendbeteiligung mehr als ein einzelnes Gespräch mit Jugendlichen. Die Perspektiven junger Menschen sollen frühzeitig, kontinuierlich und verbindlich in unsere parlamentarische Arbeit einfließen.

Der Jugendbeirat ist deshalb Teil einer umfassenderen Strategie unserer Grünen Bundestagsfraktion für mehr Jugendbeteiligung. Dazu gehören auch Jugendworkshops in den Wahlkreisen und ein geplantes Jugendforum im Bundestag.
Der Jugendbeirat selbst soll sich einmal jährlich in Präsenz in Berlin treffen. Zusätzlich ist mindestens ein digitales Treffen pro Jahr vorgesehen. Die Sitzungen widmen sich aktuellen politischen Themen.