Der Deutsche Bundestag beschließt den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Niebüll – Klanxbüll – Westerland
Die Marschbahn kommt, der Beschluss steht. Das ist für unsere Region ein Schritt in die richtige Richtung. Leider konnten die Regierungsparteien sich nicht auf das Ausbauziel bis 2035 einigen. Auch die Finanzierung durch die Bundesregierung steht aus. Damit gibt es für den Ausbau weiterhin große Fragen zu klären. Als Bündnis 90/ Die Grünen haben wir in unserem Entschließungsantrag neben der sicheren Finanzplanung und dem Ausbauziel bis 2035 auch die Elektrifizierung der Strecke zwischen Itzehoe und Westerland gefordert.Der Marschbahn-Ausbau ist ein viel diskutiertes Thema zwischen Hamburg und Sylt, da die Betriebsqualität der Strecke an der Westküste seit Jahren in einem unbefriedigenden Zustand ist. Der mangelnde Ausbau, der Streckenzustand zusammen mit der fehlenden Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Sylt sind ein alltägliches Problem für die Menschen, die regionale Wirtschaft und den Tourismus auf den nordfriesischen Inseln.
Insbesondere der Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland (Sylt) zählt seit vielen Jahren zu den stark überlasteten Strecken in Deutschland und muss deshalb vom Bund dringend ausgebaut werden, damit die Kapazität der einzigen belastbaren Verkehrsverbindung zur Insel Sylt endlich erhöht werden kann. Für die vielen Pendlerinnen und Pendler, die auf die Bahnverbindung zwingend angewiesen sind, ist der Ausbau zwischen Insel und Festland längst überfällig. Niemand entlang der Westküste versteht die immer neuen Verzögerungen.
Während das Land Schleswig-Holstein die Planungen der Elektrifizierung zwischen Itzehoe und Westerland (Sylt) zu einer klimaneutralen Verkehrsachse vorantreibt, kommen wieder Zweifel auf, dass der Bund die nötigen Finanzmittel für das wichtige Bedarfsplanprojekt Ausbaustrecke Niebüll(-Klanxbüll)-Westerland (Sylt) nicht zusagt.
Aufgrund der Etappierung des Deutschlandtaktes und der ungenügenden finanziellen Ausstattung des Bedarfsplans Schiene steht aktuell weiter eine Verschiebung der Fertigstellung auf nach 2045 im Raum. Diese Berichte sind für mich als Abgeordnete von der Westküste nicht akzeptabel.