Gemeinsam mit meinen Kollegen Tarek Al-Wazir und Matthias Gastel haben wir mit Vertreter*innen der Deutschen Bahn über den Ausbau der Marschbahn gesprochen.
Um sich einen eigenen und ganz besonderen Eindruck zu verschaffen sind wir in der Lok des Autozuges von Niebüll nach Westerland mitgefahren. Dabei konnten wir offen über die technischen Herausforderungen der Strecke und die notwendigen Ausbaumaßnahmen sprechen.
Diese wunderschöne Strecke aus der Lok heraus erleben zu dürfen war ein echtes Highlight. Jetzt im Sommer ist hier auf Sylt Hochsaison – die Züge sind voll ausgelastet. Kaum schaffbar für die bisher eingleisige Strecke, die als Verbindung mit dem Festland eine Lebensader für die Insel ist.
- Denise Loop
Denise Loop beim Austausch mit DB Inselverkehrsleiter Martin Brüggemann am Autoterminal in Westerland (Sylt). Foto: Vincent Ludewig
Matthias Gastel, in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zuständig für Bahnpolitik, ergänzte:
Ganzjährig pendeln hier täglich viele Bewohner*innen, Handwerker*innen und Servicekräfte auf die Insel. Sie sind dringend auf eine zuverlässige Bahnverbindung angewiesen. Denn hier gibt es keine Ausweichstrecken.
Matthias Gastel (mitte) und Tarek Al-Wazir (rechts) am Autobahnterminal in Westerland (Sylt). Foto: Vincent Ludewig
Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestag, sagte:
Der zweigleisige Ausbau der Marschbahn muss zügig vorangetrieben werden. Der Bundestag hat im Mai grünes Licht für die nächsten Planungsstufen des Vorhabens gegeben. Das Land Schleswig-Holstein ist hier bereits in Vorleistung gegangen. Deshalb ist jetzt der Bund am Zug die notwendigen Mittel im Bundeshaushalt einzuplanen und sicherzustellen. Es kann nicht sein, dass trotz 500 Mrd. Euro Sondervermögen der Neu- und Ausbau wichtiger Bahnprojekte wegen fehlender Finanzierung zum Erliegen kommt, weil Schwarz-Rot nur die Sanierung des Netzes aus dem Sondervermögen finanziert und den eigentlichen Verkehrshaushalt drastisch gekürzt hat um neue Ausgaben wie Mütterrente, billigen Agrardiesel oder gesenkte Gastrosteuer zu finanzieren. Die Sanierung des Bestandsnetzes ist dringend nötig, aber es braucht auch Neu- und Ausbau bei der Schiene. Sonst werden die Züge nicht mehr „pünktlich wie die Eisenbahn".